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GEO Paper: Was die Wissenschaft sagt

Das GEO (Generative Engine Optimization)-Paper ist das erste akademische Framework zur Optimierung der Content-Sichtbarkeit in KI-gestützten Suchmaschinen. Veröffentlicht auf der KDD 2024 (ACM SIGKDD), liefert es empirische Belege für Content-Optimierungsstrategien, auf denen das LLMO Framework aufbaut.

FeldWert
TitelGEO: Generative Engine Optimization
AutorenAggarwal, Murahari, Rajpurohit, Kalyan, Narasimhan, Deshpande
InstitutionPrinceton University, IIT Delhi, Adobe Research
KonferenzKDD 2024 (ACM SIGKDD)
arXiv2311.09735
Veröffentlicht2024

Die Forscher erstellten GEO-Bench, einen Benchmark mit 10.000 Suchanfragen aus verschiedenen Domänen. Sie testeten 9 Content-Optimierungsstrategien an einer generativen Suchmaschine, um zu messen, welche Ansätze die Quellensichtbarkeit verbesserten.

  1. Cite Sources
  2. Quotation Addition
  3. Statistics Addition
  4. Fluency Optimization
  5. Unique Words
  6. Technical Terms
  7. Authoritative Tone
  8. Easy-to-Understand Language
  9. Keyword Stuffing
StrategieSichtbarkeitsverbesserungLLMO-Komponente
Statistics Addition+115,1 %Zitiersignale
Cite Sources+77,0 %Zitiersignale
Quotation Addition+72,2 %Autoritätssignale
Authoritative Tone+21,5 %Wissensklarheit
Fluency Optimization+15,2 %Wissensklarheit
Technical Terms+5,8 %Wissensklarheit
Easy-to-Understand+2,4 %Wissensklarheit
Unique Words-3,1 %
Keyword Stuffing-10,2 %

Die drei effektivsten Strategien haben eine Gemeinsamkeit: Sie liefern überprüfbare, externe Belege.

  1. Statistics Addition (+115,1 %): Das Hinzufügen konkreter Zahlen und Datenpunkte machte Inhalte mehr als doppelt so sichtbar. Beispiel: „Der Umsatz stieg um 34 % im Jahresvergleich” vs. „Der Umsatz stieg deutlich.”

  2. Cite Sources (+77,0 %): Die Referenzierung spezifischer Papers, Berichte oder Dokumentationen erhöhte die Sichtbarkeit um 77 %. KI-Systeme bevorzugen Inhalte, die sie gegenprüfen können.

  3. Quotation Addition (+72,2 %): Die Einbindung direkter Zitate von Experten oder autoritativen Quellen erzeugte eine Glaubwürdigkeit, die KI-Systeme erkannten und zitierten.

  • Keyword Stuffing (-10,2 %): Traditionelle SEO-Taktiken schaden der KI-Sichtbarkeit aktiv. KI-Systeme können künstliche Keyword-Häufungen erkennen und abstrafen.
  • Unique Words (-3,1 %): Die Verwendung ungewöhnlicher Begriffe verbesserte die Sichtbarkeit nicht. Klarheit schlägt Raffinesse.

1. Zitiersignale sind die wirkungsvollste Komponente

Abschnitt betitelt „1. Zitiersignale sind die wirkungsvollste Komponente“

Die GEO-Daten zeigen, dass Zitiersignale (Statistiken, Quellen, Zitate) die größten Sichtbarkeitsverbesserungen erzielen. Deshalb setzt das LLMO Framework Zitiersignale als Komponente 5 ein — den Schlussstein, der die Wirkung aller anderen Komponenten multipliziert.

2. Inhaltsklarheit ist wichtig, aber weniger als Belege

Abschnitt betitelt „2. Inhaltsklarheit ist wichtig, aber weniger als Belege“

Strategien im Bereich Wissensklarheit (autoritativer Ton, Flüssigkeit, verständliche Sprache) zeigten allesamt positive, aber moderate Verbesserungen (2–22 %). Gutes Schreiben ist notwendig, aber nicht ausreichend. Der Multiplikator entsteht durch das Hinzufügen überprüfbarer Fakten.

Keyword Stuffing, der Grundpfeiler früher SEO, hat die KI-Sichtbarkeit aktiv reduziert. Das bestätigt, dass LLMO einen grundlegend anderen Ansatz als traditionelle SEO erfordert.

Das GEO-Paper stellte fest, dass die Wirksamkeit der Strategien je nach Domäne variiert:

  • Faktische/wissenschaftliche Anfragen: Statistics Addition war am wirksamsten
  • Meinungsbasierte/subjektive Anfragen: Quotation Addition erzielte die besten Ergebnisse
  • Technische Anfragen: Cite Sources hatte den größten Effekt

Das deutet darauf hin, dass die LLMO-Implementierung an die jeweilige Content-Domäne angepasst werden sollte. Eine Forschungsseite profitiert am meisten von Statistiken, während ein Thought-Leadership-Blog stärker von Expertenzitaten profitiert.

Das LLMO Framework erweitert GEO in drei Bereichen:

  1. Breiterer Anwendungsbereich: GEO konzentriert sich auf generative Suchmaschinen. LLMO deckt alle LLM-Interaktionen ab, einschließlich direkter Abfragen, RAG und KI-Agenten.
  2. Implementierungsfokus: GEO identifiziert, was funktioniert. LLMO zeigt, wie man es umsetzt — mit konkreten Dateiformaten (llms.txt), strukturierten Daten (JSON-LD) und Content-Design-Patterns.
  3. Retrieval-Ebene: GEO geht davon aus, dass Inhalte bereits abgerufen wurden. LLMO fügt die Komponente Abrufsignale hinzu, um sicherzustellen, dass Inhalte überhaupt erst auffindbar sind.